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Samstag, 11. Oktober 2008

Letzter Tag...

Meine drei Monate in Berlin gingen wie im Flug vorbei. Heute war mit der Steffi zusammen schon mein letzter Praktikumstag im Verlag. Nach Kuchen, Sekt und wirklich netten Gesprächen mit den (ehemaligen) Kollegen ging es dann also zu mir in die WG mit Steffmaster 1, Steffmaster 2 und der Wibs im Schlepptau.

Steffi und ich vor'm Haupteingang

Steffi, ich und Wibs machen Pause

Dann war Kochen angesagt (also die anderen, weil ich das nicht kann...), davor, währenddessen und danach wurde lecker Weinchen gekillt. Der Moritz, auch ehemaliger Praktikant, stieß dann auch noch hinzu. Wie üblich wurde später über die Arbeit gesprochen und vor allem ein Resumé des Praktikums gezogen: ich konnte wirklich sehr viel lernen, habe viele tolle Menschen kennen und Berlin lieben gelernt.

Meine kleine Schreiraupe Wibs

Der Steffmaster

Die kochende Steffi

Morgen geht's dann wieder nach Hannover, worauf ich mich mittlerweile auch wieder ein wenig freue: mal wieder so ein bisschen Überblick über's Geld haben, ist ja auch keine schlechte Sache. Jetzt werden noch sämtliche Taschen und Kisten gepackt...

Berlin, ik lieb dir. Meine Lieben, ik lieb euch.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Sido, Alter!

Da ich bis heute noch Urlaub hatte, war genug Zeit für Kultur. Also ging's heute mal ins Helmut-Newton-Museum, wo u. a. Briefe und Faxe von Helmut Newton, seine Kleidung und Fotografieausrüstung gezeigt wurden, vor allem aber seine Fotos und etliche Titelcover. Zudem läuft bis zum 16. November noch die Ausstellung "Pigozzi and the Paparazzi" im Museum, die professionelle Bilder von Paparazzis zeigt.

Danach ging's nach Friedrichshain, den kleinen, individuellen Lädchen einen letzten Besuch abstatten. Ein paar Buttons, Bücher, Bilder, Poster und Ketten später war ich dann auf dem Weg nach Hause... Und wer steht da auf einmal mitten auf dem Fußgängerweg? Sido himself! Bevor jetzt Fragen kommen: nein, abgeklatscht haben wir nicht und beschimpft habe ich ihn auch nicht. Aber ein Hauch Gangster-Attitude wehte durch mein Haar, als ich an ihm vorbeiging. Um eine ganz besonders kreative Brücke zu schlagen zwischen dieser Internetpräsenz und Herrn Sido, gibt's noch einen ganz fantastischen Videoclip mit tiefgründigen Lyrics vom superintelligenten Drogenopfer: "Mein Block".

Montag, 8. September 2008

Flo ist da: Tag 3

12:23 Uhr: Gerade haben wir wieder Eierkuchen gegessen. Flo hat sie diesmal von Anfang an gemacht. Gleich geht's los nach Kreuzberg zum Shoppen. Bilder folgen dann!

20:16 Uhr: Wir sind zurück! Nicht ganz so voll bepackt wie erwartet, aber immerhin. Nach vielen U- und S-Bahn-Fahrten ging es erst in die Zossener Straße und die Bergmannstraße, dann zur Oranienstraße nach Kreuzberg, später dann zum großartigen Simon-Dach-Kiez in Friedrichshain. Dabei konnte ich Flo von Yack Fou überzeugen!

Außerdem waren wir noch im "Kürbiskern" in der Simon-Dach-Straße essen... Flo wollte unbedingt eine Currywurst in Berlin essen, aber die war verwunschene Pasta mit frisch geriebenem Parmesankäse!

Übrigens hat sich Flo heute schwer verletzt beim Hose anziehen. Dieses Foto ist entstanden, als wir die Ausmaße der Blutung schon weitestgehend im Griff hatten!

Sonntag, 7. September 2008

Flo ist da: Tag 2

13:55 Uhr: Nessa und Björn sind gestern um 23 Uhr gekommen und waren gegen 2:30 Uhr wieder weg. War sehr lustig. Jetzt sind wir aufgestanden und streiten uns, wer Frühstück macht. Und Flo will noch zum Flohmarkt.

14:38 Uhr: Ich habe versucht Eierkuchen zu machen. Das Resultat ist nicht ganz so geworden, wie es mir vorgestellt hatte... Flo hat jetzt übernommen!

18:02 Uhr: Wir sind vom Flohmarkt zurück. Gekauft: 2 Paar Ohrringe, Haarspangen und eine neonfarbene Voodoopuppe. Kennengelernt: Einen bunt angezogenen, durchgeknallten Designermenschen, der den Film "Fear and Loathing in Las Vegas" immer wieder schauen könnte aufgrund seines Konsums hallizogener Mittelchen (Zitat) und bevorzugt von sich in der dritten Person spricht.

Samstag, 6. September 2008

Flo ist da: Tag 1

15:24 Uhr: Flo ist da. Just in diesem Moment trinken wir crazy Waldmeisterbrause in Assihose und gucken Scrubs. Weil in Berlin nämlich nichts los ist. Tote Hose. Wie immer. Und Flo zickt schon nach 2 1/2 Stunden. Ich freue mich auf die nächsten vier Tage!


19:32 Uhr: Flo und ich waren bei der Trendmafia, einem Kreativmarkt mit vielen Berliner Labels in Friedrichshain. Wir haben einen Favoriten gefunden und wünschen uns zu Weihnachten jeweils eine Tasche von Albino Berlin. Edle Spender vor! Anschließend haben wir viel Wein und viele Cracker gekauft, danach ging es in den Fotomaten. Jetzt warten wir auf Nessa und Björn, um das Gekaufte zu vernichten.

Samstag, 23. August 2008

Spreefahrt

"Eine Spreefahrt, die ist lustig, eine Spreefahrt, die ist schööön..." [Oh je, den Anfang kann man bequem unter der Tür durchschieben, aber diese Textzeilen waren einfach prädestiniert genug für das Thema des Posts.]

Nach sechs Wochen Berlin gab's heute endlich die obligatorische Schifffahrt auf der Spree von Charlottenburg bis Kreuzberg und wieder zurück! In drei Stunden gab's alle möglichen Sehenswürdigkeiten zu sehen, die die Hauptstadt zu bieten hat, u.a. den Reichstag, das Nikolaiviertel, die Eastsidegallery oder die Siegessäule aka Goldelse. Schön war's, auch wenn's dann doch ein wenig frisch war zwischen vielen sonnigen Augenblicken.

Oberbaumbrücke in Kreuzberg

Rundumblick von der Spree auf Friedrichshain-Kreuzberg

Unser Praktikantengrillplatz aus Spreeperspektive (s. früherer Beitrag)

Unser Feierabendplätzchen an der Spree aus Spreeperspektive (s. früherer Beitrag)

P.S.: Ich schäme mich ein wenig für den unfassbar schlechten Anfang dieses Beitrags. Wer einen besseren parat hat: bitte kommentieren. Wird dann umgehend geändert!

Donnerstag, 7. August 2008

Feierabend an der Spree

Wetter mal wieder so richtig schön in Berlin, also ab vom klimatisierten Büro an die Spree. Auf ging's mit Moritz, Steffi und Wibke nähe Ostbahnhof. Mit einem Fläschchen Wein und Bierchen wurde dann der Feierabend im Yaam genossen. Mensch, war dit schön.

Dienstag, 5. August 2008

Salami Aleikum

Im Vorhaus des Altbaus, wo ich wohne, gibt es zwei WG's. Unsere im 3. Stock und die andere genau gegenüber. Die anderen Wohnungen stehen frei, d. h. wegen Ruhestörung sollte es hier keine Probleme geben... Öfter wird hier aber mal ein Film oder Serien, wie GZSZ, gedreht. Dazu werden die leer stehenden Wohnung von Filmmenschen eingerichtet und umgebaut. Ab heute wird nun also der Film "Salami Aleikum" (Regie: Ali Samadi-Ahadi) teilweise bei uns gedreht. Fast hätte ich gedacht, ich käme nicht mehr nach Hause, weil alles abgesperrt war und lauter wuselige Menschen über die Bildfläche liefen. Aber seht selbst.

Blick aus dem Fenster zur Straße

Treppenhaus voll mit Equipment

Fast überlegenswert, sich den Film auch mal anzusehen.

Sonntag, 3. August 2008

Janet in Berlin

Gestern war es soweit: die Janet kam nach Berlin, um mich zu besuchen. Nach janz viel Umarmerei ging's dann auch schon los (mit einem kleinen Abstecher ins Alexa und zum Alexanderplatz, wo man uns unbedingt in ein Low-Budget-Musikvideo haben wollte!) nach Friedrichshain, schnell Zeug abstellen, Käffchen trinken und ab zu Urban Affairs, einer Streetart-Ausstellung in der Landsberger Allee 54. In einem alten Fabrikgelände findet man an jeder Ecke Streetart von 40 Künstlern aus ganz Europa und Kanada. Mittendrin trafen wir auch auf eine künstliche Lagune, einen dunklen, Raum mit Fernsehern à la "Saw" und "The Ring" oder ein Zimmer mit lauter Vogelkäfigen auf dem Boden und vielen Pappvögeln, die von der Decke baumelten. Absolut empfehlenswert!



Nach der Kultur sollte nun der gemütliche Teil folgen. Dafür bietet sich der Volkspark in Friedrichshain wunderbar an. Massenhaft Menschen, die einfach nur zusammen entspannen, am besten mit Grill. Und auch das Wetter hat trotz angesagtem Regen mitgespielt.

Um Mitternacht ging's dann noch einmal über die "Biermeile" am Frankfurter Tor in Friedrichshain. Unfassbar viele Menschen. Hilfe. Am nächsten Tag ging's dann noch zum Flohmarkt am Mauerpark am Prenzlauer Berg. Viel Müll war zwar dabei, aber durchaus auch Sachen, wo es sich lohnte zu stöbern, z. B. bei Platten.

Janet und ich hatten jedenfalls viel zu gucken und desöfteren auch zu lachen bei den Menschen, die da teilweise unterwegs waren. Schön war's.

Freitag, 25. Juli 2008

Halbes Semestertreffen

Obama lockte nicht nur mich, sondern auch Simon, Marten, Knut, Jonathan und einen Freund von Jonathan nach Berlin. Geschlafen wurde in Friedrichshain in einem provisorischen Schlafsacklager in unserer WG. Nach ein paar Bierchen und einer Lehrstunde der Tierimitationen mit Jonathan ging's dann für die Jungs ab in den Magneten und für mich ab ins Bett. Yeah... War trotzdem toll, dass sie mal vorbei geschaut haben, sollte man wiederholen. Nächstes Mal am besten am Wochenende.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Die Post und ich

Liebe Post,

danke für das Päckchen. Da es bei der Annahme gestern bereits geöffnet war, gehe ich davon aus, dass auch du neugierig warst, was drin war. Eins hast du dabei vergessen: das Päckchen war an mich adressiert. Ich finde es ganz herrlich, dass auch du Interesse am Inhalt hast, aber es gibt da den Artikel 10 im Grundgesetz. Der heißt Postgeheimnis. Klingt komisch, ist aber so.

Wenn dir Geld fehlt oder du nicht genug verdienst, gibt es trotzdem noch keinen Grund, Self-Service bei Päckchen zu betreiben, die du eigentlich nur übermitteln sollst. Da die Digicam inklusive Speicherkarte dennoch wohl behalten angekommen sind, nehme ich an, dass du schon beides hattest. Herzlichen Glückwunsch.

Mit freundlichen Grüßen


Sonntag, 20. Juli 2008

Berlin, Berlin...

Nach knapp zwei Monaten Gewissheit ging es endlich nach Berlin. Skepsis angesichts der Hauptstadt war die ganze Zeit vorhanden. Die legte sich allerdings innerhalb weniger Stunden. Und der Retro-Trash-Style geht langsam auch über. Nach fünf Tagen Arbeit, zwei Tagen Wochenende, einem Behördengang (der liebe Sozialversicherungsausweis...) und unzähligen neuen Eindrücken, Ideen und Vorhaben die klare Botschaft: Berlin rockt. Zu recht.

Mit einem mulmigen Gefühl stieg ich Montag morgen in die U-Bahn Richtung Mitte. Das Herz klopfte mir bis zum Hals angesichts des beginnenden Praktikums. Appelle wie "Die kochen auch nur mit Wasser!" oder "Du bist doch dafür da, dass du was lernst und nicht, dass du den ganzen Laden übernimmst." brachten mich zunächst auch nicht weiter. Angekommen im Verlag, sah ich viele lächelnde Gesichter und wurde nett durch die verschiedenen Abteilungen geführt. Also alles halb so schlimm. Nach einer Woche hat sich die Aufregung gelegt und man hat sich fast eingefunden in die Aufgaben und Vorgänge.

Die ca. zehnköpfige Praktikantenrunde am Mittag brachte mich dazu, mir endlich eine To-Do-List anzulegen für meine Zeit in Berlin. Ein Highlight kann bereits abgehakt werden: das Fashion Festival "Wedding Dress #3". Das fand Samstag und Sonntag im Stadtteil Wedding im Rahmen der Mercedes Benz-Fashion Week statt. Also gestern schnell in die Tram gehüpft, ein paar Stationen gefahren und (Trommelwirbel): schon war ich auf der Bernauer Straße!



Stände reihten sich an Stände. Von Berliner Haute Couture, bekannten Marken, unbekannten Jungdesignern bishin zu kleinen Street Labels war alles dabei. Mein kleines Herz, was noch am Montag so wahnsinnig aufgeregt war, sprang in die Höhe! Also ab ins Getümmel. Fazit nach drei Stunden Bummelei: Shirts, Tops, Buttons, Caps, Ketten, Broschen, Schlüsselanhänger, Ohrringe und Wallsticker.



Aber auch der Besuch von kleinen, aber feinen Showrooms, nette Gespräche mit Besitzern und Mitarbeitern kleinerer Berliner Labels gehörten zur Ausbeute des Tages. Mein Favorit: das Label Yack Fou: sehr geile Prints, unglaublich nette Leute und der neue Store ist direkt in Friedrichshain (wie gut, dass ich da auch wohne!). Hier werden die Motive direkt in einer kleinen Werkstatt gedruckt und an den Mann gebracht. Mehr davon!